Drittes Treffen des Verbundes der Lernwerkstätten am 09. Februar 2017

 

Am 09. Februar 2017 traf sich der Verbund der Lern(werk)stätten an der Universität des Saarlandes zur gemeinsamen dritten Sitzung, in deren Zentrum neben einer Vorstellung des Schülerlabors NanoBioLab (durch Prof. Dr. Hempelmann) und der Lernwerkstatt Gleichheit und Differenz (durch Dr. Robert Reick) vor allen Dingen eine Klärung des Begriffes "Lernwerkstatt" stand.

Markus Peschel eröffnete dazu mit einem kurzen Vortrag über den Begriff "Lernwerkstatt", der in eine Diskussion über die Enge bzw. Weite der Terminologie mündete:

  • Ausgangslage: Deutliche Begriffsvielfalt, Bandbreite und Heterogenität der Begriffsverwendung („Lernwerkstatt ist kein geschützter Begriff“)
  • Zielsetzung der Lernwerkstättenbewegung: Institutionalisierung des Netzwerks („Verbund“) aus (Hochschul-) Lernwerkstätten bundesweit bzw. im deutschsprachigen Raum
    (Der 2009 u. a. mit diesem Ziel gegründete „Verbund europäischer Lernwerkstätten“ wurde mittlerweile aufgelöst, stattdessen ist seit einigen Jahren eine „Internationale Hochschullernwerkstättenbewegung“ spürbar, die im Februar 2017 in Bremen einen Verein "Internationales Netzwerk der Hochschullernwerkstätten" gründete.)
  • Zielgruppe: Da der Begriff des Lernens – und nicht die Zielgruppe selbst – in der Lernwerkstättenbewegung als zentral angesehen wird, können Lernwerkstätten sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Studierende oder Lehrpersonen einbinden. 
  • Veranstaltungsangebote: Das Plenum betont den Wert der formalen Vielfalt, der entsteht, wenn das Modulangebot verschiedene Veranstaltungstypen (Praktikum, Seminar, Übung) vorsieht, die inhalltlich durch den Lernwerkstättencharakter geeint werden.
  • Als Konsens der Diskussion ergibt sich schließlich die Unterstützung eines (weit verstandenen) Raumbegriffs im Zusammenhang mit dem Terminus "Lernwerkstatt". Eine zu enge Definiton des Begriffes könnte die Vielfalt der Angebote töten. Die Versammlung einigt sich darauf, prototypische Merkmale („Verbindendes“) der Lernwerkstätten zu beschreiben und die Beziehung zu Schülerlaboren herauszuarbeiten. Markus Peschel stellt einen Vorschlag für diese Merkmale vor: 
     
    Eine Lernwerkstatt muss aus unserer Sicht...
    ... wesentlich an der Lehrerbildung beteiligt sein.

    ... auf individuelle Lernsettings ausgerichtet sein.
    ... nicht zwingend einen Raum haben („Stätte“).
    ... nicht zwingend Schülerbesuche anbietet
        (dennoch gewünscht wegen Erhöhung des Praxisbezuges.

         aber: Ein Seminarangebot alleine macht noch keine Lernwerkstatt aus!)

Weiterhin thematisiert wurde das Konzept einer gemeinsamen Ringvorlesung des Projektes SaLUt im Sommersemester 2017 unter dem Titel Bunte Einheit im Klassenzimmer? – Herausforderung Heterogenität sowie der allgemeine Stand der Dinge hinsichtlich der Projektarbeit:

Personalien
  • Franziska Perels wurde zur Sprecherin des Gesamtprojektes SaLUt ernannt.
  • Mit Kerstin Reese wurde zum 01. Februar 2017 die Technikerstelle im Rahmen des Projektes neu besetzt.
  • Am 13.01.2017 fand ein Projekttreffen mit Frau Post zur Präsentation des Gesamtprojektes SaLUt inklusive des Verbundes der Lernwerkstätten statt.
 Öffentlichkeits-arbeit  
  • Ein Logo sowie eine Homepage zum Gesamtprojekt SaLUt wurden mittlerweile entwickelt, ein Flyer befindet sich in der Entwicklung.
  • Der Tagungsband zur 9. Internationalen Tagung der Hochschullernwerkstätten (in Saarbrücken) enthält neben der Einleitung bzw. dem Vorwort und einem Beitrag zu Lernwerkstätten drei Beiträge aus dem Verbund der Lernwerkstätten bzw. dem Gesamtprojekt SaLUt.
  • Als Ziele der gemeinsamen Weiterarbeit werden schließlich vereinbart, die bereits stattfindenden Kooperationen zu intensivieren und durch weitere Synergien zu ergänzen, ein gemeinsames Online-Nachrichtenforum bzw. eine gemeinsame Online-Anmeldemaske für Schülerbesuche in den Lernwerkstätten zu entwickeln, die Homepageinhalte ständig aktuell zu halten und sich über Fragen der curricularen Verortung bzw. Verankerung auszutauschen.