LeGuD - Lernwerkstatt Gleichheit & Differenz

 

Universität des Saarlandes
Praktische Philosophie
C5 2 Raum 0.004
Leitung: 
Dr. Robert Reick M.A., Tel. 0681/302-4117, robert.reick@uni-saarland.de  
Weitere Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Ulla Wessels, Tel. 0681/302-3329, ulla.wessels@mx.uni-saarland.de
Inhaltlicher Schwerpunkt (Cluster): 
Ästhetische Bildung/Werteerziehung
Fachliche Anbindung: 
Praktische Philosophie (Ethik, Politische Philosophie, Demokratietheorie, Civic Education), insgesamt überfachlich
Angebot richtet sich an Studierende folgender LA-Studiengänge: 
Lehramt für die Sekundarstufe I (LS1)
Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (LS1+2)
Lehramt für die Primarstufe (LP)
Lehramt für die Primarstufe und Sekundarstufe I (LPS1)
Angebote für Lehramtsstudierende: 
  • Seminar "Lernwerkstatt Gleichheit & Differenz: Pädagogische Praxis und philosophische Theorie der demokratischen Schule", Modul ILL (LP) bzw. Modul 7 (BiWi), Wahlpflichtveranstaltung (richtet sich an Lehramtsstudierende aller Schulklassen und aller Fächer)

Klassenrat, Schulparlament und demokratische Schulentwicklung zählen in einer inklusiven Gesellschaft zum „Kleinen Einmaleins“ jeder Klassenleitung: Demokratiepädagogik befördert die Deliberationsfähigkeit jede/-r SchülerIn, vermittelt Selbstwirksamkeitserfahrungen und formt eine Gemeinschaft der Lernenden, die besser auf ein aktives Leben in der Demokratie vorbereitet sind. Die Teilnehmenden dieser Lernwerkstatt hospitieren in einem echten Klassenrat und lernen das demokratiepädagogische Instrumentarium in der Praxis (Primar- & Sekundarbereich) kennen. Die Voraussetzungen dieser Pädagogik werden mit philosophischen Theorien u.a. über Gleichheit, Werte und Demokratie analysiert. Teil der philosophischen Reflexion des Pädagogischen sind diverse Ansätze zur Betrachtung und Behandlung von sozialer Differenz. In praktischen Übungen, einer Hospitation an demokratiepädagogischen Leuchtturm-Schulen der Region, in Frei- und Gruppenarbeiten, ExpertenInnen-Befragungen im Seminar, kurzen Lektüren, Filmen und in Gesprächen mit PraktikerInnen entsteht handlungsorientierendes Wissen für die berufliche Praxis angehender LehrerInnen.
mittwochs, 10-12h – für Lehramtsstudierende aller Schularten, Schulfächer und Altersstufen
 

  • Seminar "Dewey, Oelkers und die Schule der Zukunft: Lektüreseminar zur Philosophie der demonkratischen Schule", Modul ILL (LP) bzw. Modul 7 (BiWi), Wahlpflichtveranstaltung (richtet sich an Lehramtsstudierende aller Schulklassen und aller Fächer)

Welche Integrationsleistung Schule für Gesellschaft zu leisten vermag, illustriert ein Vergleich der Geschichte der US-amerikanischen Schule mit der unseren. „Demokratie als Theorienorm der Pädagogik“ (Oelkers) ist dort früher und tiefer verankert als im preußischen Schulwesen und dessen Nachfolgeinstitutionen. Welche Spuren der amerikanische Philosoph John Dewey (1859-1952) im US-Bildungswesen mit den praktischen Experimenten an seiner Laborschule Chicago und mit dem Transfer seiner Philosophie des Pragmatismus auf die schulische Praxis hinterließ, erschließt sich das Seminar über die Lektüre von Texten über sowie von John Dewey.
dienstags von 16h15 bis 17h45 im Seminarraum 0.001 in Gebäude A1 7  - für Lehramtsstudierende aller Schularten, Schulfächer und Altersstufen

Kurzbeschreibung: 

Zur Gestaltung sozialer Prozesse in Klasse und Schule beschäftigt sich die Lernwerkstatt mit demokratiepädagogischen Bausteinen für die Lehrer*innenbildung. Diese zielen sowohl auf inklusive Lehrsettings (wie Classroom-Management oder Teamteaching) als auch auf Selbstwirksamkeitserlebnisse der Schüler*innen und deren aktive, demokratische Handlungskompetenz ab. Dieser demokratiepädagogische Umgang mit Heterogenität von Lernenden greift einerseits auf allgemeindidaktische Konzepte und schulpraktische Erfahrungen etwa des BLK-Projekts „Demokratie leben und lernen“ zurück und stützt sich andererseits auf Theorien und Konzepte aus der Praktischen Philosophie. Die Auseinandersetzung mit diesen Theorien über Werte, Kulturen, Rechte, Demokratie, Gleichheit, Gleichwertigkeit, soziale Differenzlinien und Deliberation ermöglicht den Lehramt-Studierenden im Hinblick auf zentrale Haltungsfragen gegenüber inklusivem Unterricht und der Heterogenität von Lernenden fundierte Reflexionsprozesse. Für einen Abgleich dieser philosophischen Reflexion der pädagogischen Praxis wurden zahlreiche Kooperationen mit vorbildlichen Schulen vor Ort initiiert und wird vielfach auf Wissen von Akteur*innen des praktischen Feldes zurückgegriffen.

Materialkonzept: 

Handreichung von Instrumenten zum Umgang mit Heterogenität

Vermittlung von Werteorientierung, Pluralitätsfähigkeit und demokratischen Handlungskompetenzen

Angebote für Referendare?: 
Nein
Lehrerfortbildungen?: 
Nein
aktuelle Forschungsprojekte und Dissertationsvorhaben: 

Herausforderungen des Werte-Pluralsimus: Multikulturalität, Ethnozentrismus und weltanschauliche Dissense (Arbeitstitel)

Kooperationen mit anderen LWs, HSLWs, Hochschulen oder Verbünden in Forschungs- oder Lehraktivitäten: 
  • hochschulintern mit der Lernwerkstatt Selbstreguliertes Lernen
  • hochschulextern:
    • diverse Schulen mit demokratiepädagogischer Kultur
    • Experten aus der Schulpraxis
    • Landesvorstand der saarländischen Landesschüler*innenvertretung
  • Kooperationen in Planung
    • Institut für Lehrerfort und-weiterbildung ILF
    • Landesinstitut für Pädagogik und Medien LPM
    • Landeszentrale für politische Bildung
    • Landeselterninitiative für Bildung e.V.
    • mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage
    • mit einem ausgebildeten Mediator für eine Einheit zum Thema Mediation in der Schule
Lage der Lernwerkstatt :