Lernwerkstatt Selbstreguliertes Lernen (SRL)

 

Universität des Saarlandes
Bildungswissenschaften
Campus Gebäude A4.2, 66123 Saarbrücken
Leitung: 
M.Sc. Laura Dörrenbächer, Tel. 0681/302-58337, laura.doerrenbaecher@uni-saarland.de
Weitere Ansprechpartner: 
Prof. Dr. Franziska Perels, Tel. 0681/302-58340, f.perels@mx.uni-saarland.de
Inhaltlicher Schwerpunkt (Cluster): 
Bildungswissenschaften
Fachliche Anbindung: 
überfachlich nutzbar
Angebot richtet sich an Studierende folgender LA-Studiengänge: 
Lehramt an beruflichen Schulen (LAB)
Lehramt für die Sekundarstufe I (LS1)
Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (LS1+2)
Lehramt für die Primarstufe (LP)
Lehramt für die Primarstufe und Sekundarstufe I (LPS1)
Angebote für Lehramtsstudierende: 

Wahlpflichtveranstaltungen ab SoSe 2017

Kurzbeschreibung: 

Die Lernwerkstatt dient zur Förderung des selbstregulierten Lernens der Lehramtsstudierenden und soll diese auf die erweiterten Anforderungen von Inklusion und den Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen im Unterricht vorbereiten und entsprechend qualifizieren. Selbstreguliertes Lernen wird dabei als fächerübergreifende Kompetenz angesehen, die Studierende bei der Planung, Durchführung und Reflexion ihrer Lernprozesse unterstützt und fachungebunden eingesetzt werden kann. Verschiedene Literatur deutet auf die besondere Wichtigkeit dieser Lernkompetenz für Lehrkräfte hin, da diese als Modell für ihre Schüler dienen und daher Wissen über Möglichkeiten zur Vermittlung selbstregulierter Lernkompetenzen benötigen.

In einem ersten Schritt sollen entsprechende Materialien und theoretische Informationen, die in der LW-SRL zum Einsatz kommen, entwickelt und evaluiert werden. Dabei sollen auch Studierende als Tutoren ausgebildet werden, die in der LW-SRL unterstützend tätig sein können. Die Förderung des selbstregulierten Lernens soll im konkreten durch die Vermittlung einzelner Strategien geschehen (z.B. Zielsetzung, Zeitplanung, Selbstmotivation, Konzentration, kognitive Lernstrategien, Attribution) und modular aufgebaut sein.

In einem zweiten Schritt sollen Lehramtsstudierende auf Grundlage des Selbstregulationsansatzes Interventionen zur Individualisierung im Unterricht in verschiedenen Fächern entwickeln, durchführen und evaluieren. Durch die Verbindung fächerübergreifender und fachbezogener Inhalte werden Studierende befähigt, effektive Methoden der individuellen Förderung in verschiedenen Lehr-Lernsettings anzuwenden und zu reflektieren, um so den Herausforderungen heterogener Lerngruppen angemessen zu begegnen.

Grundsätzlich steht die LW-SRL zur Optimierung der Lehrkompetenz allen Lehramtsstudierenden offen und soll auch für bereits tätige Lehrkräfte zugänglich sein. Sowohl bei den Qualifizierungen als auch bezogen auf die zu entwickelnden Konzeptionen und Materialien sind Evaluationen zur Sicherung der erwarteten Effekte vorgesehen. Dabei soll sowohl die Wirkung der trainierten Strategien und Vorgehensweisen auf Ebene der Studierenden (bzw. Lehrpersonen) als auch auf Ebene der Schüler/-innen (Lernverhalten und Lernleistung) bzw. der Lernsettings (Unterrichtsqualität) evaluiert werden.

 

Zeitplan

  • Sommersemester 2016: Entwicklung der SRL-Materialien, die in Lernwerkstatt eingesetzt werden sollen
  • Wintersemester 2016/2017: erste Erprobung der Materialien mit Lehramtsstudierenden im Rahmen eines Seminars à Bewertung durch die Studierenden, evtl. Anpassung der Materialien
  • Sommersemester 2017: Lernwerkstatt als Seminar im Wahlpflichtmodul des Lehramtsstudiums (Bereich Bildungswissenschaften), eigene Erarbeitung des Stoffes in räumlicher Lernwerkstatt oder als Online-Seminar à Evaluation der Effizienz im Hinblick auf die Weiterentwicklung des SRL der Studierenden
  • Wintersemester 2017/2018: Erweiterung der Lernwerkstatt im Hinblick auf eine Erstellung von Fördermaterialien für Schüler durch die Lehramtsstudierenden

Didaktisches Konzept: 

Die Lernwerkstatt "Selbstreguliertes Lernen" verfolgt das Ziel, Komponenten des selbstregulierten Lernens als fächerübergreifende Kompetenz von Lehramtsstudierenden zum Umgang mit heterogenen Lerngruppen zu fördern. Schließlich werden die Studierenden dazu angeleitet, diese Kompetenz auf den eigenen Unterricht zu übertragen, sodass die Erfahrungen in der Lernwerkstatt Modellcharakter für ihr weiteres berufliches Handeln haben. Die Studierenden entwickeln und gestalten Unterrichtsmaterial. 

Anbindung der Lernwerkstatt ans Praktikum: 
Geplant
Schwerpunkte studentischer Tätigkeiten: 
Lernumgebung gestalten (auch Unterrichtsplanung)
Supervision und Reflexion eigener pädagogischer Tätigkeiten
Angebote für Referendare?: 
Nein
Arbeit mit Kindergruppen/Klassen?: 
Nein
Forschungsschwerpunkte: 

Selbstreguliertes Lernen, individuelle Unterschiede

Forschungsmethoden: 

quantiative Methoden, Interventionsstudien, Evaluationsstudien

aktuelle Forschungsprojekte und Dissertationsvorhaben: 

Geplante Forschungsarbeiten:

  • Examensarbeit: Selbstreguliertes Lernen im Lernlabor Chemie
  • mögliches Dissertationsvorhaben zu clusterübergreifenden Analysen (d.h. Bestandsaufnahme bezogen auf selbstreguliertes Lernen/Lehrerselbstwirksamkeit/Selbstbestimmung über die Cluster hinweg)
abgeschlossene Forschungsprojekte und Publikationen: 
  • Dörrenbächer, L. & Perels, F. (2016). More is More? Evaluation of Interventions to Foster  Self -Regulated Learning in College. International Journal of Educational Research, 78, 50-65.
  • Dörrenbächer, L. & Perels, F. (2015). Volition completes the puzzle: Development and  Evaluation of an Integrative Trait Model of Self-Regulated Learning. Frontline Learning Research, 3(4), 14-36.
  • Dörrenbächer, L. & Perels, F. (2016). Self-regulated Learning Profiles in College Students: Their Relationship to Achievement, Personality, and the Effectiveness of an Intervention to Foster Self-regulated Learning. Learning and Individual Differences, 51, 229-241.
Kooperationen mit anderen LWs, HSLWs, Hochschulen oder Verbünden in Forschungs- oder Lehraktivitäten: 

Es existieren Kooperationen mit:

  • Musik: Vergleich zweier Seminarformen im Hinblick auf selbstreguliertes Lernen, Lehrerselbstwirksamkeit, Bezug zu Lehrtätigkeit (Matthias Handschick)
  • Philosophie: sukzessive Integration von SRL in die Lernwerkstatt Gleichheit & Differenz (Kontrollgruppe, Lerntagebuch und Besuch der SRL-LW) und Evaluation im Hinblick auf Zunahme im SRL, LW und Leistung (Robert Reick)

Geplante Kooperationen mit:

  • Rolf Hempelmann: gemeinsame Betreuung einer Staatsexamensarbeit zu SRL im NanoBioLab (Chemie)
  • Jörn Sparfeldt (gemeinsame LW Bildungswissenschaften)
  • Claudia Polzin-Haumann und Julia Knopf (Cluster Sprachen)
  • Lisa Stark (HfM, Cluster Ästhetische Bildung und Werteerziehung)

 

 

Lage der Lernwerkstatt : 

Impressionen