Erfahrungen von Studierenden

Erfahrungen von Studierenden
 

Interview aus der Lernwerkstatt Religion Plural (LeRP):

Auf die Frage nach den Inhalten im Studium mit Blick auf andere Religionen:
„Zum Hinduismus oder Buddhismus oder östliche Religionen gab’s halt nicht soviel. Deswegen war ich ganz froh, dass ich das [LeRP] belegt hab’, weil ich in dem Seminar wirklich zum ersten Mal auch [...] mal intensiver darüber was gelernt habe [...].“

Auf die Frage, wie Sie die interkulturellen Trainings empfunden haben:
„An was ich mich besonders erinnere, sind diese beiden Trainings [...] mit den beiden Schwestern. Das hat ziemlich Spaß gemacht und ich denke, das kann man auch gut in der Schule anwenden.“

Auf die Frage, wie der atmosphärische Charakter der LeRP aussieht:

„Das ist mir wichtig, dass den Studierenden von vornherein vermittelt wird: es ist locker, ihr könnt sagen, was ihr wollt und es drückt euch keiner auf den Fuß, wenn ihr was Falsches sagt. Also mir wurde vermittelt, dass ich keine Angst haben brauche, vor dem, was ich sage.“

„Auch fachlich haben wir viel dazu gelernt, auch weil wir das meiste uns selbst erarbeitet haben [...] und man trotzdem untereinander viel gelernt [hat].“

„Ich fange mal mit der Dozentin an. Ich fand, das ist genau das richtige Mittel, also ein Grad zwischen wenig und zurückhaltend und wenn dann wirklich mal [...] man eingreifen musste, weil irgendwie Fachwissen gefragt wird, fand ich das Eingreifen gut [...].“

 

Erfrahrungsbericht von Chiara R. aus dem Lehr-Lern-Atelier:

Das Lehr-Lern-Atelier bietet ebenso wie andere Lernwerkstätten zahlreiche Chancen, die geschlossene Formen oft nicht leisten können.
Dies hat den Vorteil, dass sich jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Erfahrungen einbringen kann, wovon schließlich die gesamte Gruppe profitiert. Das Vorbringen von Ideen und Erfahrungen trägt gleichzeitig zur Wertschätzung jedes Einzelnen bei, da nicht eine bestimmte Antwort erwartet wird, was wiederum die Motivation erhöht. Besonders interessant und gewinnbringend ist der Austausch, wenn die einzelnen Gruppenmitglieder ganz unterschiedliche Erfahrungen mitbringen. So können sich im Lehr-Lern-Atelier Studierende aus unterschiedlichen Semestern und Studiengängen und bereits fertige Lehrkräfte austauschen. Dies eröffnet ganz unterschiedliche Perspektiven, die am Ende alle gewinnbringend miteinander verknüpft werden können. 

Die Studierenden lernen durch den Austausch von den Lehrkräften aus der Praxis und umgekehrt lernen die Lehrkräfte von den Studierenden beispielsweise neue didaktische oder digitale Konzepte kennen. Vor allem die Auseinandersetzung mit digitalen Lernangeboten eignet sich für eine Gruppenarbeit in Lernwerkstätten, da sie zum Handeln und zur praktischen Auseinandersetzung sowie zur Diskussion in der Gruppe anregt und die Erfahrungen von Studierenden und Lehrkräften hier meist ganz unterschiedlich sind.
So können beispielsweise verschiedene Apps getestet sowie Anschlussaufgaben erarbeitet werden oder auch Potenziale und Schwierigkeiten der Apps herausgestellt werden, die in eine anschließende Diskussion münden. Auch hier stehen die verschiedenen Sichtweisen und das Lernen voneinander wieder im Mittelpunkt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Arbeit in Lernwerkstätten oft eine natürliche Differenzierung schafft, die durch aktives und selbstbestimmtes Handeln jedes Einzelnen gekennzeichnet ist, in der mit- und voneinander gelernt wird und die insbesondere die sprachlichen Fähigkeiten fördert, da sie maßgeblich durch den gemeinsamen Austausch, die Diskussion und die Präsentation von Ergebnissen gekennzeichnet ist.

 

Erfahrungsbericht von Sonja K. aus dem GOFEX- Projektpraktikum:

Im Seminar wurden wir in den theoretischen Teilen auf die praktischen Teile vorbereitet.
In Texten über die Rolle des Lernbegleiters oder des Forschens im naturwissenschaftlichen Unterricht wurden uns Wege aufgezeigt, wie wir unsere offenen Arbeitsaufträge in den Unterricht einbetten können.
Nach der Durchführung der Lernwerkstätten berichteten wir im Seminar über unsere Erfahrungen und Beobachtungen und reflektierten gemeinsam markante Situationen und Fragestellungen. So konnten die Lernwerkstätten überarbeitet werden und die Durchführenden hatten die Möglichkeit, alternative Verhaltensweisen auszuprobieren.
Gerade die Kombination aus Fachliteratur und eigenen, praktischen Beispielen ermöglichte uns, individuelle Wege für das eigene Lehrerhandeln zu entwickeln und auch zu erproben.

Mir persönlich brachte der Besuch des Projektpraktikums zahlreiche Erkenntnisse. So wurde mir bewusst, dass man aus reiner Gewohnheit geneigt ist, den Kindern viel zu schnell Arbeiten abzunehmen oder Lösungen zu verraten, um Prozesse zu beschleunigen.
Während des Seminars und besonders in der Arbeit mit den Kindern stellte ich fest, dass Kinder Zeit brauchen, um Dinge zu erforschen. Je früher die Hilfestellung einsetzte, um so weniger kreativ waren die Kinder. Viele Kinder mussten erst lernen, dass sie sich Fragen selbst beantworten sollen und können und das es nicht immer die eine richtige Lösung zu einem Problem oder die eine richtige Beobachtung zu einem Phänomen gibt. Oft konnte ich auch beobachten, dass Kinder unterschätzt werden.
Meiner Meinung nach sollte es innerhalb des Studiums noch mehr solcher Praktikumsangebote geben, in denen Praxis und Reflexion Hand in Hand gehen.
Im Projektpraktikum selbst könnte der Fokus noch mehr auf die Reflexion gelegt werden und die Fachliteratur noch direkter mit eigenen Erfahrungen in Verbindung gebracht werden.

 

Das Vorhaben SaLUt wird unter dem

Förderkennzeichen 01JA1606A 

im Rahmen der gemeinsamen

"Qualitätsoffensive Lehrerbildung" 

von Bund und Ländern aus Mitteln

des Bundesministeriums für

Bildung und Forschung gefördert.