Lernwerkstatt Geschichtsunterricht digital – GUdig

Universität des Saarlandes
Fachrichtung Geschichte
Campus C5.3, Raum E24, 66123 Saarbrücken
fachdidaktik.geschichte(at)uni-saarland.de, l.hammann(at)mx.uni-saarland.de
Leitung: 
Prof. Dr. Dietmar Hüser (Professur für Europäische Zeitgeschichte), Tel. 0681/302-3313, dietmar.hueser(at)uni-saarland.de    
Weitere Ansprechpartner*innen: 
Linda Hammann, Tel.: +49 681 302-2922; l.hammann(at)mx.uni-saarland.de
Fachliche Anbindung: 
Fachrichtung Geschichte
Angebot richtet sich an Studierende folgender LA-Studiengänge: 
Lehramt für die Sekundarstufe I (LS1)
Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (LS1+2)
Kurzbeschreibung: 

Die Lernwerkstatt „Geschichtsunterricht digital“ (GUdig) dient der Vermittlung digitaler Grundkompetenzen auf geschichtsdidaktischer Ebene und ist im deutschsprachigen Hochschulraum die erste Lernwerkstatt dieser Art. GUdig ist Teil von MoDiSaar, einem Projekt zum Aufbau digitalisierungsbezogener Kompetenzen im saarländischen Lehramtsstudium.

Die Studierenden im Lehramt Geschichte sollen auf das Lehren und Lernen mit digitalen Medien im Geschichtsunterricht in den verschiedenen Schulformen vorbereitet und entsprechend qualifiziert werden, um einen kritischen, kompetenz- und schülerorientierten Umgang mit digitalen Unterrichtsmaterialien zu entwickeln. Darüber hinaus ist GUdig darum bemüht, im Sinne fächerverbindender Unterrichtsplanung und -vorbereitung auch auf den Unterricht des Fächerverbundes Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Politik, Erdkunde) vorzubereiten.

Auf Basis der saarländischen Lehrpläne werden von Studierenden in kollaborativer Projektarbeit selbstständig digitale Lernsettings für das Fach Geschichte entwickelt, erarbeitet, erprobt und evaluiert. Die Lernwerkstatt GUdig unterstützt die Studierenden bei der Planung, Durchführung und Reflexion der Lernprozesse und Materialien und koordiniert die fachdidaktische und fachwissenschaftliche Evaluation der Lernsettings durch qualifiziertes Personal. 

Zusätzlich zur der analogen Lernwerkstatt, die einmal die Woche stattfindet, gibt es eine digitale Lernwerkstatt, die die Studierenden auch außerhalb der Öffnungszeiten per Email betreut und digitale Werkzeuge und Inhalte in einem Webspace frei zugänglich zur Verfügung stellt. Einen wichtigen Teil dieser digitalen Lernwerkstatt bilden die „Werkzeugkästen“, kuratierte Sammlungen von digital zur Verfügung stehenden Medien für historische Quellen und die Darstellung historischer Phänomene. 

Im Sinne einer engeren Verzahnung der beiden Ausbildungsphasen an Universität und Studienseminaren kann die Lernwerkstatt auch von angehenden Lehrkräften der zweiten Ausbildungsphase zur Optimierung von digitalen Unterrichtsreihen und -projekten genutzt werden. Ebenso werden die entstandenen digitalen Lernsettings in einem Repositorium für angehende Lehrkräfte in beiden Ausbildungsphasen zur Verfügung stehen. 

Umgang mit Heterogenität: 

Individuelles historisches Lernen und Denken sowie die Stärkung historischer Kompetenzen einer heterogenen Schülerschaft können insbesondere dann erfolgen, wenn historische Originalquellen digitalisiert unmittelbar zugänglich gemacht werden und die SuS sich selbstständig mit den Lerninhalten auseinandersetzen. Verknüpfung und Verlinkung, Multimedialität, Interaktivität und Adaptivität digitaler Medien ermöglichen es den SuS, ihren Lernweg individuell zu gestalten. Die angehenden Lehrkräfte im Fach Geschichte sollen durch die eigene Konzipierung entsprechender digitaler Lernangebote auch auf die Problemfelder Inklusion und Binnendifferenzierung vorbereitet werden. Um den unterschiedlichen technischen Gegebenheiten und Ausstattungen an den saarländischen Schulen zu begegnen, werden schließlich analoge Medien mit digitalen sinnvoll vernetzt und didaktisch reflektiert. 

Didaktisches Konzept: 

Die Lernwerkstatt setzt insbesondere auf offene, kollaborative und kooperative Projektarbeit im Rahmen selbstbestimmten Lernens und ist auf eine, gezielt auf den eigenen Unterricht vorbereitende, professionelle Kompetenzentwicklung ausgerichtet. Die Studierenden werden angeleitet, die erworbenen Kompetenzen auf den eigenen Unterricht zu übertragen, sodass sie ihre Erfahrungen in der Lernwerkstatt und hinsichtlich der kollaborativen Projektarbeit als Modell für ihr späteres berufliches Handeln heranziehen können. Zusammen mit der Qualifizierung in Bezug auf digitale Lehr-Lernmaterialien und -methoden stehen konzeptionelles und unterrichtsplanerisches Denken im Vordergrund. Auf Basis der Evaluationen durch Kommilitonen, wissenschaftliches Fachpersonal und SuS werden die in der Lernwerkstatt entstehenden Materialien kontinuierlich modifiziert, optimiert, erweitert und digital zur Verfügung gestellt und haben somit einen konkreten, praktischen Bezug und Nutzen für den schulischen Kontext. 

Geschlossene und halboffene Formate in Form von Seminaren und Workshops sind ebenfalls nach Bedarf möglich.

Materialkonzept: 

Die Anschaffung von Ipads für Entwicklung und Erprobung der Lernsettings ist geplant. Darüber hinaus liegt das Ausgangsmaterial angesichts der Konzeption der Lernwerkstatt vor allem in digitaler Form vor und ist auch über die Webseite von GUdig zu finden.  

Raumkonzept: 

Flexibles, offenes Raumkonzept: 

Offene Nutzung in Einzel- oder Gruppenarbeit durch Lehramtsstudierende des Fachs Geschichte und angehende Lehrkräfte in der zweiten Ausbildungsphase zum Zweck der Entwicklung, Erstellung und Evaluation der digitalen Lernsettings  à flexible Aufteilung des Raums in verschiedene Arbeitsbereiche. 

Erprobung der digitalen Lernsettings mit SuS, Workshops für Lehrkräfte im Rahmen der Lehrerbildung:  hohe Flexibilität des Raumkonzepts hinsichtlich des Veranstaltungsformats

Anbindung der Lernwerkstatt ans Praktikum: 
Nein
Schwerpunkte studentischer Tätigkeiten: 
Sachen erforschen - experimentieren
Sachen erforschen - recherchieren
Material entwickeln
Material erproben
Lernumgebung gestalten (auch Unterrichtsplanung)
Lernumgebung erproben
Supervision und Reflexion eigener pädagogischer Tätigkeiten
Pädagogische Situationen untersuchen
andere beraten
sich beraten lassen
Arbeit mit Kindergruppen/Klassen?: 
Ja
Art der Angebote: 

Studierende entwickeln digitale Lernsettings, die von Schülerinnen und Schülern erprobt und anschließend evaluiert werden können. 

Eine Kooperation mit dem Studienseminar ist für die Zukunft geplant.

Forschungsschwerpunkte: 

Digitale Methoden und Werkzeuge im Geschichts- und GW-Unterricht

Forschungsmethoden: 

Qualitative Methoden

 

Das Vorhaben SaLUt wird unter dem

Förderkennzeichen 01JA1606A 

im Rahmen der gemeinsamen

"Qualitätsoffensive Lehrerbildung" 

von Bund und Ländern aus Mitteln

des Bundesministeriums für

Bildung und Forschung gefördert.