Schülerlabor NanoBioLab

Universität des Saarlandes
Physikalische Chemie
Campus B2 2 -1.21, 66123 Saarbrücken
Leitung: 
Prof. Dr. Christopher W. M. Kay, 0681/302-2213, christopher.kay@uni-saarland.de;   David Aaron Schaaf, 0681/302-64252, david.schaaf@uni-saarland.de
Weitere Ansprechpartner*innen: 
Dienstags: Michelle Gebhard Mittwochs: Klaus Hollemeyer Donnerstags: Heike Luxenburger-Becker Allgemeiner Kontakt: Mail: nanobiolab@uni-saarland.de Telefon: 0681/302-64866
Inhaltlicher Schwerpunkt (Cluster): 
MINT
Fachliche Anbindung: 
Chemie (vorzugsweise Physikalische Chemie und Nachhaltige Chemie -> interdisziplinär), Naturwissenschaft
Angebote für Lehramtsstudierende: 

Die folgenden Fachdidaktik-Module können von Studierenden der Lehramtsstudiengänge LS1+2, LS1 und LaB belegt werden, wobei die Module FD 0 bis FD V verpflichtend sind.

  • FD 0 (3 CP) bestehend aus:
      FD00 Einführung in die Fachdidaktik
  • FD I (7 CP) bestehend aus:
      FD01 Einführungsseminar zum fachdidaktischen Schulpraktikum  und
      FDA Semesterbegleitendes fachdidaktisches Schulpraktikum
  • FD II (8 CP) bestehend aus:
      FD02a Grundlagen des Experimentierens im Chemieunterricht I
      FD02b Grundlagen des Experimentierens im Chemieunterricht II
  • FD III (3 CP) bestehend aus:
      FL Forschendes Lernen und Experimentieren und
      FLP Chemisches Experimentieren im Schülerlabor NanoBioLab
  • FD IV (9 CP) bestehend aus:
      FD04 Einführungsseminar zum fachdidaktischen Schulpraktikum und
      FDB Fachdidaktisches Schulpraktikum
  • FD V (4 CP) bestehend aus:
      DET Digital Embedded Tools zur individuellen Förderung im Chemieunterricht
  • FD VI (2,4 oder 6 CP) bestehend aus:
      ACE 1 Seminar und Praktikum zu Augmented Chemistry Education oder
      ACE 2 Seminar und Praktikum zu Augmented Chemistry Education oder
      ACE 3 Seminar und Praktikum zu Augmented Chemistry Education

Das Schülerlabor NanoBioLab wird insbesondere in das Modul FD III eingebunden und dabei werden ergebnisoffene Aufgabenstellungen angeboten. Ziel ist deren Integration in den Chemie- bzw. Naturwissenschaftsunterricht sowie die Betreuung von Lernenden beim „Forschenden Experimentieren“. Forschendes Experimentieren dient seitens der Lehrpersonen dazu, Fehlvorstellungen der Lernenden zu erkennen und deren Auswirkung auf das Verständnis komplexer Zusammenhänge zu beurteilen. Seitens der Lernenden kann forschendes Experimentieren zur Korrektur solcher Fehlvorstellungen beitragen. Es werden motivationale und kognitive Ergebnisse angestrebt, und zwar sowohl bei den Studierenden als auch bei den Schüler*innen.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die individuellen Lernvoraussetzungen. Durch die Arbeit mit Schüler*innen im NanoBioLab lernen die Lehramtsstudierenden ihre Hilfestellung schrittweise an Kenntnisstand, Motivation und Alter der Schüler*innen anzupassen. Durch spezielle Angebote für Lernende unterschiedlicher Altersstufen und solche mit benachteiligter Bildungsbiografie lernen die Studierenden bereits im Studium den Umgang mit heterogenen Schülergruppen.

In den Modulen FD V und FD VI sollen durch kleine Studentenprojekte verschiedene Aspekte der Diversität und Heterogenität thematisiert werden. Vor allem durch fächerübergreifende Kooperationen und den Einbezug digitaler Medien sollen diese Ziele erreicht werden.

 

Weitere Angebote für Studierende:

    • Praxisnahes Arbeiten mit Lernenden im geschützten Raum des Schülerlabors (Erlernen schulischer Experimentiertechniken, Üben von Lehrer-Schüler-Gespräch, Entwickeln diagnostischer Fähigkeiten,...)
    • Wissenschaftliche Arbeiten zu fachdidaktische Themenstellungen, gerne auch interdisziplinär, z.B. zu Fragen des Sprachsensiblen oder des Bilingualen Fachunterrichts
    • Angebot der Promotion zum Dr. phil. nat.
Anbindung der Lernwerkstatt ans Praktikum: 
Ja
Schwerpunkte studentischer Tätigkeiten: 
Sachen erforschen - experimentieren
Lernumgebung gestalten (auch Unterrichtsplanung)
Lernumgebung erproben
Schülerbeobachtung
sich beraten lassen
Lehrer*innenfortbildungen?: 
Ja
Arbeit mit Kindergruppen/Klassen?: 
Ja
Art der Angebote: 

Arbeit primär mit ganzen Schulklassen, gelegentlich auch mit Schülergruppen

Angebote für Schüler*innen:

  • Praktika für Schulklassen. Die Experimente richten sich an die Klassenstufen 4 bis 12 (13)
  • Auch Angebote für Juniorstudenten sowie spezielle Angebote für Kinder mit benachteiligter Bildungsbiografie
  • Ferienangebote (Uni Camp, Sieben-Labore-Tour, GirlsDay)
  • NanoBioLab-mobil, um Besuche direkt an Schulen zu ermöglichen
aktuelle Forschungsprojekte und Dissertationsvorhaben: 

Chemie, Umwelt, Nachhaltigkeit im Schülerlabor
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Implementation von neuen Schülerlaborangeboten. Diese Angebote haben eine Ausrichtung an chemisch-technischen Themen mit Umwelt- oder Nachhaltigkeitsbezug und richten sich sowohl an Schulen wie auch an außerschulische Bildungsträger.

Forschendes Experimentieren durch den Einsatz von Tablets im Lehr-Lern-Schülerlabor
Ziel des Projektes ist die Integration von neuen Medien in das Lehr-Lern-Schülerlabor Nano-BioLab. Das Projekt soll es den Lehramtsstudenten ermöglichen, den Umgang mit und den didaktisch sinnvollen Einsatz von iPads im Unterricht zu erlernen und mit der Methode des forschenden Experimentierens zu verbinden.

Überwindung von Sprachbarrieren im Schülerlabor
Ziel des Projektes ist die Entwicklung von sprachsensiblen Unterrichts- und Schülerlabormaterialien von bereits existierenden Schülerlaborangeboten für die Sekundarstufe I und II.

Empirische Bildungsforschung in der Lehramtsausbildung und im Schülerlabor
In Kooperation mit den empirischen Bildungswissenschaften der UdS werden verschiedene empirische Studien rund um die Lehramtsausbildung und im Schülerlabor durchgeführt. Ziel dieser Vorhaben ist es, verschiedene Aspekte des Lehrens und Lernens empirisch zu erfassen (wie z.B. die diagnostischen Fähigkeiten von Lehramtsstudenten, Motivationsförderung und Wirksamkeitsanalysen verschiedener Schülerlaborangebote), sodass sowohl die Lehramtsausbildung als auch das Angebot für Schülerinnen und Schüler nachhaltig verbessert werden kann.

Ionische Flüssigkeiten im Schülerlabor
Unter Einsatz solcher ILs sollen im Schülerlabore Experimente zu den Themen Energierelevante Elektrochemie, Nachwachsende Rohstoffe, Katalyse und „Urban Mining“ entwickelt werden. Schülerlabore sind in besonderem Maße dazu geeignet, Konzepte der naturwissenschaftlich-technischen Umweltbildung (NTU) über Jugendliche als Multiplikatoren in die breite Bevölkerung zu tragen.

Kooperationen mit anderen LWs, HSLWs, Hochschulen oder Verbünden in Forschungs- oder Lehraktivitäten: 
SaLUt/HS-interne Kooperationen:

 Beschreibung

 Kooperationspartner

 Lernfirmenentwicklung für die Lernwerkstatt „Bioethanol =  nachhaltig?“

 mit Dr. Reick/Prof. Wessels

 Verbesserung der Diagnosefähigkeit von  Lehramtsstudenten durch das Schülerlabor

 mit Keimerl/Prof. Sparfeldt

 Empirische Bildungsforschung für fächerübergreifende
Angebote (z.B. Sieben-Labore-Tour)

 mit Dr. Friedrich/Prof. Brünken

 Förderung des Umgangs mit Heterogenität und
Individualisierung im Unterricht mit digitalen Medien

 mit Dörrenbächer/Prof. Perels

 Entwicklung Sprachsensibler Materialien für das
Forschende Experimentieren im Schülerlabor

 mit Frau Prof. Haberzettl

 Entwicklung von Angeboten zur Gestaltung des Übergangs  
von  Primarstufe / Sekundarstufe 1

 mit Dr. Kelkel und Prof. Peschel

 Sieben-Labore-Tour

 

 
 
Auszeichnungen und Preise: 
  • UN-Auszeichnung
  • 2016: Dr. Johannes Huwer erhält für seine Dissertation über Schülerlabore den Promotionspreis der GDCh-Fachgruppe Nachhaltige Chemie für die beste Dissertation in den Jahren 2014/2015
  • 2016: Dr. Johannes Huwer als Junior-Fellow des Kolleg Didaktik:Digital der Joachim-Herz-Stiftung ausgewählt
  • 2016: Ehrenurkunde beim Polytechnik-Preis 2015
  • 2014: Auszeichnung des NanoBioLab Projektes Chemie und Nachhaltigkeit – Entwicklung neuer experimenteller Angebote als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“  
  • 2013: Förderpreis vom BMWi im Rahmen von Lab2Venture
  • 2012: Auszeichnung des BMBF und des Rats für Nachhaltige Entwicklung für das Engagement im Bundeswettbewerb 2012 „Förderung von lokalen Bildungs- und Kompetenz-netzwerken für Nachhaltigkeit“
  • 2010: Prof. Dr. Rolf Hempelmann erhält Bundesverdienstkreuz in Würdigung seines Engagements für Schüler
  • 2009: 2. Preis beim Bosch-Wettbewerb „Wissenschaft trifft Schule“
  • 2008: Ausgewählter Ort in Deutschland – Land der Ideen
  • 2006: LeLa-Förderpreis
  • 2005: LeLa-Förderpreis 
Lage der Lernwerkstatt : 

 

Das Vorhaben SaLUt wurde unter dem

Förderkennzeichen 01JA1606A 

im Rahmen der gemeinsamen

"Qualitätsoffensive Lehrerbildung" 

von Bund und Ländern aus Mitteln

des Bundesministeriums für

Bildung und Forschung gefördert.

Material

Impressionen